Vogelgrippe und biologisch-ethnische Kriegsführung?

Vogelgrippe und biologisch-ethnische Kriegsführung?

»And advanced forms of biological warfare that can ‚target‘ specific genotypes may
transform biological warfare from the realm of terror to a politically useful tool.«
PNAC: Rebuilding America’s Defenses … (P. 60)


Am 21.02.2006 um 08:35 Uhr brachte der Österreichische Rundfunk (ORF) folgende aufsehenerregende Internetmeldung: Syrien: Vogelgrippe ist ‚ethnische Bombe‘ Israels“. Die syrische Regierungszeitung El Thawra („Revolution“) habe Israel verdächtigt, das Vogelgrippe-Virus entwickelt zu haben, um die Gene seiner arabischen Nachbarn zu schädigen, so die ORF-Meldung. Und weiter: „Um die Welt in die Irre zu führen, sei der Erreger zuerst in Ostasien in Umlauf gebracht worden, schrieb das Blatt laut dem israelischem Internet-Dienst Ynet.“

Der Hinweis auf Ynet ist korrekt. Dort erschien in der Tat, allerdings schon deutlich eher, nämlich am Abend des 09.02.2006, von Roee Nahmias ein entsprechender Beitrag unter der Schlagzeile „Syria: Israel behind bird flu“.

In Österreich griff zumindest auch noch der Kurier das Thema auf („Vogelgrippe als ethnische Bombe?“), [ebenso DER STANDARD] in Deutschland kam beim Stern eine Kurznachricht („Syrien verdächtigt Israel, hinter der Vogelgrippe zu stecken“; [1]) zu diesem Thema. Immerhin. Oder sollte man viel eher betonen „lediglich“ und sich fragen, wieso nur in so wenigen Medien?

Fakt ist: Diese wenigen – und dabei überwiegend österreichischen – westlichen Meldungen sind als eine äußerst verblüffend geringe Rezeption dieser „medialen Bombe“ anzusehen, die sich mit Sicherheit in den Augen sehr vieler wie eine wüste antisemitische Provokation bzw. Entgleisung Syriens ausnimmt. Denn gehen wir ruhig davon aus, daß El Thawra das wirklich so veröffentlicht hat. Syrien ist bekanntlich aus Sicht der US-Regierung Kernmitglied der „Achse des Bösen“ und steht seit längerem unter erheblichem politischen Druck des Westens, unter anderem weil ihm unterstellt wird, mindestens indirekt hinter der Ermordung des ehemaligen langjährigen libanesischen Regierungschef Rafiq Hariri am 14.02.2005 zu stecken. Da wäre doch jede Form nachweislich bösartiger Propaganda, zumal antisemitischer „Hetze“, ein gefundenes Fressen für westliche Medien und Politiker, um die Gefährlichkeit Syriens zu belegen. Doch auf Englisch brachten (soweit einfach mit Suchbegriffen auffindbar) nur israelische Internet-Medien diese Meldung mit dem syrischen Verdacht, hinter der Vogelgrippe könnte eine gegen Araber gerichtete biologische Kriegsführungsabsicht stecken. Bei führenden britischen oder US-amerikanischen Medien oder Nachrichtenagenturen wird man hingegen bei entsprechenden Recherchen mit Internet-Suchmaschinen nicht fündig. Das ist durchaus bemerkenswert, zumal etwa die Nachrichtenagentur Reuters ein recht ähnliches Thema am 21.01.2006 (13:28 GMT) durchaus noch aufgegriffen hatte mit der Meldung Syria accuses Israel of assasinating Arafat“.

Warum also wurde dieser (neuerliche) syrische „Affront“, der den meisten Menschen im Westen gewiß als bizarr-absurde Propaganda erschiene, von deutschen und anglo-amerikanischen Medien so gut wie überhaupt nicht aufgegriffen? Wäre solches nicht fast als willkommen anzusehen und zu erwarten gewesen, gerade in einer Zeit unübersehbarer politischer Zuspitzung, in der schließlich bereits seit Monaten ständig massive Vorwürfe „des Westens“ in Richtung Iran und Syrien erhoben werden, sei es daß einer oder beide dieser Staaten angeblich den „Terrorismus/Widerstand im benachbarten Irak fördern“, „Hisbollah-Terroristen im Libanon unterstützen“, „Massenvernichtungswaffen anstreben“, „Israel am liebsten von der Landkarte tilgen“ oder den „Holocaust leugnen“ würden? Kurzum: Gewiß wäre in dieser Gemengelage ein breiteres Aufgreifen durch Mainstreammedien zu erwarten gewesen.

Hat die westlich-mediale Zurückhaltung beim Aufgreifen der Meldung demnach etwas mit dem konkreten Inhalt zu tun?
Betrachten wir dazu nochmals die anfangs erwähnte ORF-Meldung vom 21.02.2006 näher; es hieß dort weiter:

„Angriff auf arabische Gene“
„El Thawra“ begründete seinen Verdacht mit dem Hinweis auf einen 1998 in der „Sunday Times“ erschienen Artikel, in dem behauptet wurde, Israel entwickle eine „ethnische Bombe“, die Araber, aber keine Juden töten würde.
Laut „Times“ würden israelische Wissenschaftler versuchen, die für Araber charakteristischen Gene zu identifizieren, um diese dann mit einem spezifischen Virus anzugreifen. Das Programm werde vom Biologischen Forschungsinstitut Nes Ziona bei Tel Aviv ausgeführt.

„Unkontrollierbare Pandemie“
„Heute ist die Frage, ob es sich bei dem von den Zionisten für ihre ‚ethnische Bombe“ gewählten Virus um die Vogelgrippe handelt“, schrieb „El Thawra“. Israel habe 85.000 infizierte Vögel im Westjordanland begraben.
Das könnte zur Ansteckung eines Palästinensers aus Jerusalem mit der Vogelgrippe geführt haben. „Auch wenn das Virus so modifiziert sein sollte, dass es nur die Gene der Araber spezifisch angreift, wird es sich über die arabische Welt hinaus verbreiten und zu einer unkontrollierbaren Pandemie werden“, warnte das Blatt.


Sollte etwa hierin der Grund dafür verborgen sein, daß in den führenden westlichen Staaten dieser gelinde gesagt so „befremdlich“ bzw. wie eine dreiste „Propaganda-Ente“ anmutende Vorwurf Syriens so gut wie gar nicht aufgegriffen wurde? Was läge zur Klärung dieser Frage näher als sich den ursprünglichen Artikel der Sunday Times einmal genauer anzusehen? Gehen wir also in medias res.

Am 15.11.1998 veröffentlichte die britische Sunday Times unter der Rubrik „Mittlerer Osten“ den Artikel „Israel planning ‚ethnic‘ bomb as Saddam caves in“ von Uzi Mahnaimi und Marie Colvin (unter anderem stellten „The Canadian Centres for Teaching Peace“ den brisanten Artikel auf ihren Webseiten ein). Entscheidende Passagen des Artikels übersetze ich wie folgt:

ISRAEL arbeitet laut israelischen Militär- und westlichen Geheimdienstquellen an einer biologischen Waffe, die Arabern, aber nicht Juden schaden würde. Diese Waffe, die vermittels ethnischer Abstammung auf Opfer abzielt, wird als Israels Antwort auf die irakische Bedrohung mit chemischen und biologischen Angriffen angesehen.
(…)
Mit der Entwicklung ihrer „Ethno-Bombe“ versuchen israelische Wissenschaftler medizinische Fortschritte auszunutzen, indem sie charakteristische Gene, die einige Araber in sich tragen, identifizieren, und dann ein genetisch modifiziertes Bakterium oder Virus schaffen.
Es ist beabsichtigt, die Fähigkeit von Viren und bestimmten Bakterien, die DNA in den lebenden Zellen ihres Wirts zu ändern, zu nutzen. Die Wissenschaftler versuchen, tödliche Mikroorganismen zu erzeugen, die nur jene angreifen, die die charakteristischen Gene haben.
Das Programm ist am biologischen Institut in Nes Ziona lokalisiert, der Hauptforschungsstätte für Israels geheimes Arsenal an chemischen und biologischen Waffen.
Ein dortiger Wissenschaftler sagte, die Aufgabe wäre höchstkompliziert, weil sowohl Araber als auch Juden semitischen Ursprungs seien. Aber er fügte hinzu: „Es ist ihnen jedoch gelungen, eine spezielle Charakteristik im genetischen Profil bestimmter arabischer Gemeinschaften, vor allem des irakischen Volkes, genau zu bestimmen.“ Die Krankheit könnte verbreitet werden durch das Versprühen der Organismen in der Luft oder durch ihre Freisetzung in Wasservorräten.
Die Forschung spiegelt biologische Studien wider, die südafrikanische Wissenschaftler während der Zeit der Apartheid durchführten und die vor der Wahrheits- und Aussöhnungskommission enthüllt und bezeugt wurden.
Die Idee, daß ein jüdischer Staat solche Art Forschung betreibt, hat wegen der Parallelen zu den genetischen Experimenten von Dr. Josef Mengele, dem Nazi-Wissenschaftler in Auschwitz, bereits Empörung in einigen Lagern hervorgerufen.
Dedi Zucker, ein Mitglied der Knesset, des israelischen Parlaments, verurteilte gestern die Forschung. „In moralischer Hinsicht ist, basierend auf unserer Geschichte, unserer Tradition und unserer Erfahrung, solch eine Waffe monströs und sollte abgelehnt werden“, sagte er.
Einige Experten sagten, daß – obwohl das Konzept einer Waffe mit ethnischer Zielausrichtung durchführbar sei – die praktischen Aspekte ihrer Herstellung enorm wären.
Dr. Daan Goosen, Leiter einer südafrikanischen Chemie- und Bio-Waffenfabrik, sagte, seinem Team sei in den 80er Jahren befohlen worden, eine „Pigmentierungswaffe“ zu entwickeln, um ausschließlich schwarze Leute zu treffen. Er sagte, das Team habe die Verbreitung einer Krankheit über Bier, Mais und sogar Impfstoffe diskutiert, es sei aber nie gelungen, eine zu entwickeln.
Ein vertraulicher Pentagon-Bericht warnte jedoch letztes Jahr davor, daß biologische Agentien genetisch modifiziert werden könnten, um neue, tödliche Waffen zu produzieren. William Cohen, der amerikanische Verteidigungsminister, enthüllte, daß er Berichte über Länder erhalten hätte, die an der Schaffung von „gewissen Typen von Krankheitserregern, die ethno-spezifisch wären“, arbeiteten.
Eine ranghohe westliche Geheimdienstquelle bestätigte letzte Woche, daß Israel eines der Länder sei, die Cohen im Sinn hatte.
Die „Ethno-Bomben“-Behauptungen wurden in ihrer Glaubwürdigkeit bestärkt durch Foreign Report, eine Publikation von Jane’s, die Sicherheits- und Verteidigungsangelegenheiten eng verfolgt. Sie berichtete über namentlich nicht genannte südafrikanische Quellen, die ausgesagt hätten, israelische Wissenschaftler hätten einige der südafrikanischen Forschungsergebnisse benutzt, um zu versuchen, „ethnische Munition“ gegen Araber zu entwickeln.
Sie sagte auch, Israelis hätten Aspekte des genetischen Aufbaus von Arabern durch Forschung an „Juden arabischen Ursprungs“, besonders Irakern, entdeckt.
Die British Medical Association ist inzwischen so besorgt über das tödliche Potential von Biowaffen auf genetischer Basis, daß sie eine Untersuchung eingeleitet hat, über die im Januar Bericht erstattet werden soll.  
Dr. Vivienne Nathanson, die die Forschung organisierte, sagte: „Mit einer ethnisch ausgerichteten Waffe könnte man sogar Gruppen innerhalb einer Population treffen. Die Geschichte der Kriegsführung, in der viele Konflikte einen ethnischen Faktor aufweisen, zeigt uns, wie gefährlich dies sein
könnte.“
Porton Down, Großbritanniens biologische Verteidigungsinstitution, sagte letzte Woche, daß solche Waffen theoretisch möglich seien. „Wir haben jetzt einen Punkt erreicht, wo es eine offensichtliche Notwendigkeit für eine internationale Konvention zur Kontrolle biologischer Waffen gibt“, sagte ein Sprecher
.


Haben Sie eventuell, nachdem Sie das gelesen haben, den Eindruck, der syrische Artikel ist vielleicht doch nicht ganz so abstrus, wie er zunächst erschienen haben mag? Nochmals sei die Frage aufgegriffen: Ist dadurch das weitgehend völlige Schweigen westlicher Medien und Politiker zu den massiven syrischen Anschuldigungen zu erklären?
Nun, in jedem Fall erscheint ein einziger Zeitungsartikel als Beleg für solch weitreichende Befürchtungen arg „dünn“, auch wenn er in der renommierten Sunday Times erschienen sein mag, und den früheren US-Verteidigungsminster Cohen quasi als Kronzeugen für monströs-verhängnisvolle Entwicklungen der Biowaffenentwicklung benennt.
Gibt es also weitere Belege oder Indizien? In der Tat, es gibt sie!

Ich zitiere nachfolgend aus dem Buch „Geheimakte Mossad“ (Originaltitel: „The Other Side of Deception“) des früheren Mossad-Offiziers (und nunmehr mutmaßlich untergetaucht in Kanada lebenden -Aussteigers) Victor Ostrovsky: [Wilhelm Goldmann Verlag München, vollständige Taschenbuchausgabe Feb. 1996; S. 240/241]

Hier trat ich als Militärpolizist in Aktion. Ich mußte die Gefangenen in ein Lager in Nes Ziyyona bringen, eine kleine Stadt südlich von Tel Aviv. Ich hatte immer geglaubt, daß es ein Verhörzentrum des Shaback sei. Wir wußten zwar, daß ein Gefangener, der dorthin gebracht wurde, niemals lebendig herauskam, aber die Gehirnwäsche, der wir alle in unserem jungen Leben unterzogen worden waren, ließ uns einfach glauben, daß ihr Leben gegen unseres stand.
Ein Zwischending gab es nicht.
Uri klärte mich über das Lager Nes Ziyyona auf. Es war, wie er es
nannte, ein Laboratorium für die Kriegführung mit ABC-Waffen. Dort entwickelten unsere Spitzenforscher aus dem Bereich der Epidemiologie verschiedene Todeswaffen. Weil wir so verwundbar seien und nur eine einzige Chance in einem totalen Krieg haben würden, in dem solche Waffen zum Einsatz kämen, dürfte man nichts dem Zufall überlassen, hieß es. Die palästinensischen Eindringlinge kamen den Leuten in dem Laboratorium gerade recht.
Sie konnten sich dadurch Gewißheit verschaffen, ob die entwickelten Waffen auch wirkten und wie schnell sie wirkten, um sie eventuell noch zu verbessern. Wenn ich an diese Enthüllungen zurückdenke, erschreckt mich nicht so sehr die Tatsache, daß so etwas durchgeführt wurde, sondern die Gelassenheit und das Verständnis, mit denen ich diese Tatsachen damals akzeptierte.
Jahre später traf ich Uri wieder. Er war zu dem Zeitpunkt im Mossad ein altgedienter Katsa in der AI-Abteilung und ich ein Neuling. Er kam von einem Auftrag in Südafrika zurück. Ich arbeitete vorübergehend in einem Ressort der Dardasim-Abteilung als Verbindungsmann und half ihm, eine große Ladung Medikamente nach Südafrika zu verschiffen. Die Sendung wurde von mehreren israelischen Ärzten begleitet, die in Soweto, der Schwarzenstadt vor den Toren Johannesburgs, humanitäre Arbeit leisten sollten. Die Ärzte würden bei der Behandlung von Patienten in einer Klinik helfen, die ein Ableger des Baragwanath-Hospitals in Soweto war, ein paar Blöcke von den Häusern Winnie Mandelas und Bischof Desmond Tutus entfernt. Das Hospital und die Klinik wurden von einem Hospital in Baltimore, Maryland, unterstützt, das ebenfalls dem Mossad als cut-out diente.
„Was ist das für eine humanitäre Hilfe vom Mossad an die Schwarzen in Soweto?“, fragte ich ihn. Mir erschien das nicht logisch. Ich sah darin weder einen kurzfristigen politischen Gewinn, worauf der Mossad stets Wert legte, noch irgendeinen ersichtlichen ökonomischen Vorteil.
„Du erinnerst dich an Nes Ziyyona?“ Seine Frage ließ mir Schauer über den Rücken laufen. Ich nickte.
„Das ist so ziemlich dasselbe. Wir erforschen und testen für mehrere israelische Pharmahersteller sowohl neue ansteckende Krankheiten als auch neue Medikamente, die in Israel an Menschen nicht ausprobiert werden können. Das wird ihnen die Führung auf dem Weltmarkt bringen, und sie kriegen raus, ob sie auf der richtigen Spur sind, was ihnen Millionen an Forschungsgeldern erspart.“


Erschreckend, nicht wahr?
Fakt ist: Führende waffenproduzierende Staaten der Erde „basteln“ seit Jahren an widerwärtigen, tödlichen Biowaffen. Fakt ist aber auch, daß der syrische Bericht, der Israel verdächtigt, es womöglich mit gefährlichen Erregern auf Araber abgesehen zu haben, von israelischen Medien durchaus aufgegriffen wurde, von britischen, US-amerikanischen oder deutschen jedoch so gut wie überhaupt nicht! Woraus sich (zugegebenermaßen spekulativ) schlußfolgern ließe, daß – sollte denn die syrische Befürchtung einen gewissen realen Hintergrund haben –  die „Täter“ andere sein könnten und/oder die „Zielgruppe“.

Doch kommen wir jetzt nochmals auf das aktuell virulente Stichwort „Vogelgrippe“ zurück. Die Sunday Times hatte 1998 den leitenden Biowaffenexperten Dr. Daan Goosen zitiert, man habe bereits in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts ernsthaft überlegt, genetisch-modifizierte, tödliche Krankheitserreger mittels Impfstoffen zu verabreichen. Wenn man sich dann vergegenwärtigt, daß zum Beispiel die deutsche Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt längst laut darüber nachdenkt, für die Einwohner der Bundesrepublik 2 x 80 Millionen Impfeinheiten zu ordern, und daß die britische Regierung in entsprechender Weise 2 x 60 Millionen Impfeinheiten („Jabs for everyone if avian flu pandemic strikes?“) bestellen möchte, die dann mutmaßlich zwangsweise der gesamten jeweiligen Bevölkerung verabreicht werden sollen, könnte solcherlei Reflektieren nachvollziehbarerweise äußerst mulmige Gefühle in der Magengegend hervorrufen. Dies insbesondere da die Zahl der Impfskeptiker und -kritiker stark im Steigen begriffen ist.

Am 14.03.2006 ließ Interfax dann eine mediale Bombe („Russian Communist leader sees U.S. behind bird flu outbreak“) platzen: Der Chef der Kommunistischen Partei Rußlands, Gennadi Sjuganow, habe die USA beschuldigt, hinter der Ausbreitung der aviären Influenza, oder Vogelgrippe, in einer Reihe europäischer Länder, darunter auch Rußland, zu stecken.Die Formen der Kriegsführung ändern sich. Es ist seltsam, daß bislang nicht eine einzige Ente in Amerika gestorben ist, alle sterben hingegen in Ruߟland und in europäischen Ländern. Das läߟt einen ernsthaft fragen, warum“, sagte Sjuganow am Dienstag auf einer Pressekonferenz im Interfax-Hauptquartier. Sjuganow führte weiter aus, er habe eine gute Kenntnis über waffenfähige Gase, weil er selbst während seiner Militärzeit mit ihnen zu tun gehabt habe. Die Frage, ob er beim Ausbruch der Vogelgrippe an einen bewußten Angriff der USA glaube, habe er positiv beantwortet: „Ich deute dies nicht nur an, ich weiß auch sehr gut, wie das arrangiert werden kann. Es gibt hier nichts Unbekanntes.“

Inzwischen gibt es auch ernstgemeinte Spekulationen, die US-Regierung könnte womöglich in Kürze „H5N1“ als idealen Vorwand für einen Angriff gegen den Iran ausschlachten. Wie Jorge Hirsch von ANTIWAR.COM am 15.03.2006 in seinem Artikel Iran and Bird Flu: The Perfect Casus Belli“ darlegte, würde der Iran ohnehin bereits seit längerem vom US-Außenministerium, vom US-Verteidigungsministerium, der CIA und von John Bolton beschuldigt, ein geheimes Biowaffenprogramm zu verfolgen. Sollte durch eine „Mutation“ eine Mensch-zu-Mensch-Übertragbarkeit plötzlich millionenfach Menschenleben gefährden, könnte dies der Anlaß für George W. Bush sein, dem Iran dies anzulasten und ihn anzugreifen.

Nun, laut dpa vom 17.03.2006 (06:33 Uhr; [1], [2]) würden „nach Angaben von US-Forschern“ inzwischen Vogelgrippeviren den Grippeerregern von Menschen stärker ähneln als bislang angenommen. Schon wenige weitere Veränderungen der Eiweiße auf der Oberfläche der Vogelgrippeviren könnten reichen, um sie hochgefährlich für Menschen zu machen. Eiweiße von „H5N1“ ähnelten denen der Erreger der „Spanischen Grippe“ von 1918. Ergänzend sei erwähnt, daß Berater von George W. Bush diesem ein Buch über die damaligen weltweiten Verheerungen als Urlaubslektüre im Sommer 2005 empfohlen hatten. Bush hatte denn auch im vergangenen Jahr seine Bereitschaft bekundet, ggf. Militär im Landesinneren einzusetzen, um u.a. Masseninternierungen zu erzwingen.

Impfkampagnen? „Spanische Grippe“? Wie sagte doch Minister Seehofer jüngst anläßlich „H5N1“ im Bundestag und erntete donnernden Applaus? Man solle auf die „Experten“ hören! Womit er gewiß nicht Leute meinte wie Eleonora I. McBean, Ph.D., N.D., die ihr Kapitel 2 des auch online verfügbaren Buches Swine Flu Expose übertitelte mit „Die Spanische-Grippe-Epidemie wurde durch Impfungen verursacht“. Doch zurück zum Szenario eines Kriegsvorwandes.

In das Bild einer zu befürchtenden, längst massiv angelaufenen und strategisch geplanten Kriegsvorbereitung passen als wirtschaftliche Begleitmusik die Ankündigung der Eröffnung einer iranischen Ölbörse (wahrscheinlich ab Beginn des zweiten Quartals 2006) auf Euro-Basis, die den hegemomialen Status des US-Dollars erheblich gefährden könnte, sowie die Tatsache, daß die amerikanische Federal Reserve Bank am 10.11.2005 urplötzlich ankündigte, ab dem 23.03.2006 keine weiteren Zahlen über die Entwicklung der Geldmenge M3 zu veröffentlichen. Nicht zuletzt erhielt im Januar die Halliburton-Tochter KBR vom Department of Homeland Security den Zuschlag für den Bau (weiterer) Internierungslager in den USA in Auftragshöhe in 385 Millionen US-Dollar, wer auch immer dort untergebracht werden soll.

Zuletzt sei noch auf ein wenig bekannntes, am 22.03.1980 „eingeweihtes“ Monument, die Georgia Guidestones in Elbert County, hingewiesen. Gemeint sind mehrere geometrisch-astronomisch angeordnete, aufrecht stehende Granitplatten, die von einem Deckstein gekrönt werden. Das Monument ist insgesamt mehr als 19 (amerik.) Fuß hoch und etwa 119 Tonnen schwer. In babylonischer Keilschrift, altertümlichem Sanskrit, ägyptischen Hieroglyphen und altertümlichem Griechisch wird zu etwas aufgefordert, es gibt an einer Stelle eine mutmaßliche, dazugehörige Übersetzung auf Englisch: „Let these be guidestones to an age of reason.“
Vor allem sind auf den Platten aber zehn Forderungen oder „Gebote“ in acht Sprachen, nämlich Englisch, Spanisch, Suaheli, Hindi, Hebräisch, Arabisch, Chinesisch und Russisch, eingemeißelt.
Die erste lautet: „Belaßt die Menschheit unter 500.000.000 in fortwährender Balance mit der Natur.“
In den Ohren vieler dürfte dies wie die Aufforderung zu einem klandestinen Genozid klingen.

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